Über die Kraft der Rituale

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Ich bin gerade von einer Hochzeit aus Schweden zurückgekehrt. Es war eine berührende, feierliche Zeremonie in kleinem Kreis, in der sich das Brautpaar das Ja-Wort gegeben hat.

Rituale wie diese Hochzeit verleihen unserem Leben eine besondere Bedeutung. Sie schaffen einen heiligen Ort und eine heilige Zeit. Und sie sprechen vor allem unsere Gefühle an. Rituale verbinden uns Menschen miteinander auf einer tieferen Ebene. Das habe ich während dieser Feier besonders gespürt.

Wir alle kennen und zelebrieren größere Rituale wie eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes, eine Schuleinführung, aber auch den Abschied von einem geliebten Menschen. Diese Rituale sind uns vertraut und ein wichtiger Bestandteil dieses Lebens. Wir Menschen haben viele davon bereits erlebt und können ihren Zauber und ihre Kraft empfinden.

Welche Rituale sind Dir in besonderer Erinnerung?

Rituale gibt es seit Menschengedenken. In unserer westlichen Welt sind diese – außer den oben genannten – seltener geworden. In meiner Geburtsstadt Eisenach wird beispielsweise das Fest des Sommergewinns gefeiert. Jedes Jahr werden dafür die Häuser, durch die ein festlicher Umzug prozessiert, mit Frühlings- und Fruchtbarkeitssymbolen geschmückt. Auf dem zentralen Marktplatz der Stadt findet ein Streitgespräch zwischen dem Winter – dargestellt durch einen alten, grauen Mann – und Frau Sunna, einer jungen strahlenden Frau statt. Und welch‘ Überraschung: Jedes Mal hat Frau Sunna die überzeugenderen Argumente! Abschließend wird symbolisch ein Strohballen verbrannt, um das Ende des Winters zu markieren.

Neben den großen, kollektiven Ritualen gibt es auch kleine, individuelle. Ich habe zum Beispiel ein kleines Morgenritual, um mich auf den Tag einzustimmen. Dazu gehört u.a., Dankbarkeit zu empfinden für meine irdischen und himmlischen Freunde und Begleiter, Dinge und Situationen, die gerade in meinem Leben sind. Ich fühle dann, wie geborgen und reich beschenkt ich als Mensch bin. Damit starte ich in den Tag mit einem guten Gefühl.

Welche persönlichen Rituale zelebrierst Du?

Mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest erleben wir ein weiteres Ritual. Wir können uns in diesem Jahr mit der ursprünglichen Bedeutung dieses Festes wieder verbinden und uns gegenseitig das schenken, was am allerwichtigsten für uns Menschen ist – unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit und unsere Liebe.

Das gilt auch für die bevorstehende Adventszeit, in der wir uns auf Weihnachten einstimmen. Welche Erinnerungen verknüpfst Du mit der Vorweihnachtszeit Deiner Kindheit? Was hast Du davon in die heutige Zeit übernommen? Und was würdest Du gern wieder oder neu in diese Adventszeit einladen?

Wenn Du möchtest, begleite ich Dich an diesen 24 magischen Tagen mit meinen Soul Power Adventskalender. Er schenkt Dir Impulse und Inspiration. Melde Dich gern unter www.soulpowercoaching.de/adventskalender dafür an.

Ich wünsche Dir eine heilige Zeit!

© 2021 Heike Hildesheim
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Durch die Dunkelheit ins Licht

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Jetzt ist die Jahreszeit gekommen, in der es am Morgen später hell und am Abend früh dunkel wird. Unser Körper spürt es, weil er anders als im Sommer schneller müde wird und unser Elan spürbar nachlässt. Es ist auch die Zeit, in der wir – nicht nur Corona-bedingt – viel mehr Zeit drinnen verbringen. Für viele Menschen ist dies eine herausfordernde Zeit. Wie geht es Dir damit?

Früher, als unsere Vorfahren noch im Einklang mit der Natur und den natürlichen Zyklen des Jahres lebten, war dies eine Zeit, in der man allmählich zur Ruhe kam und das Jahr Revue passieren ließ. Menschen sprachen über die Knospenpracht des Frühlings, der mit seinen Farben alles Grau des letzten Winters auslöschte, den Tatendrang, der wie die Knospen selbst plötzlich explodierte, den warmen und aktiven Sommer, in dem die neue Saat aufging und herrliche Früchte wuchsen, in dem es neben der Arbeit auch wunderschöne laue Sommernächte gab und schließlich den Herbst, in dem die Ernte eingefahren wurde. Manche Jahre waren reich und satt, andere eher von Entbehrungen gekennzeichnet. Alle schenkten ausnahmslos viele Erfahrungen.

Der Spätherbst und der herannahende Winter waren auch Zeiten, in der Menschen sich trafen und sich gegenseitig Geschichten erzählten. Sie genossen die Gemeinschaft und ihr Beisammensein.

Heute, in einer Zeit des elektrischen Lichts und einer ganzjährigen Geschäftigkeit, vergessen wir Menschen die Traditionen unserer Vorfahren oft. Wir leben schon lange nicht mehr im Einklang mit den Rhythmen der Natur.

Und dennoch: Ich lade Dich ein, Dich gerade am Ende dieses so ungewöhnlichen Jahres daran zu erinnern, was Dir die vergangenen zehneinhalb Monate geschenkt haben – im Guten wie im Herausfordernden. Wie bist Du durch dieses Jahr gekommen? Was hast Du erlebt und über Dich gelernt? Und lebst Du inzwischen das, was Dir im Inneren wichtig und heilig ist?

Jetzt ist die Zeit der Einkehr. Die Zeit des in-die-eigenen-Tiefen-Hinabsteigens. Hier können wir spüren, wie es uns wirklich geht. Hier begegnen wir uns selbst. Wir nehmen wahr, welche Wunde noch geheilt werden muss. Was es loszulassen gilt. Und wem zu verzeihen. Welche Sehnsüchte in uns schlummern, die ins Leben gebracht werden wollen.

Auf diesem Boden wächst ganz in der Tiefe und im Unsichtbaren ganz allmählich und in seinem Tempo ein neuer Keim. Wenn dieser Keim im nächsten Frühjahr das Licht der Welt erblickt, wirst Du sehen, welche Qualität er haben wird. Den Boden dafür hast Du selbst bestellt.

Ich wünsche Dir in diesem Sinne eine fruchtbare innere Zeit. Schenke Dir be-sinnliche Momente. Und erinnere Dich daran, dass alles Neue aus der dunklen Tiefe entsteht. Per aspera ad astra.

© 2021 Heike Hildesheim
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Wie uns eine erweiterte Perspektive helfen kann, mehr Frieden und Leichtigkeit in unserem Leben zu empfinden

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Ich bitte Dich, Dir einige Minuten Zeit zu nehmen, um das obenstehende Bild zu betrachten. Was siehst Du? Und was empfindest Du dabei? Wirkt es lebendig und bunt auf Dich oder empfindest Du eine vage Unruhe angesichts der Vielfalt der Farben und Formen? Aus welcher Perspektive betrachtest Du es?

Das Wort Perspektive geht zurück auf das mittellateinische perspectiva (ars) und bedeutet „hindurchblickende (Kunst)“. Es ist abgeleitet aus dem Lateinischen perspicere „mit dem Blick durchdringen, deutlich sehen“[1]. Das ist spannend, oder?

Eine Perspektive formt sich stets aus einem Standpunkt, einer inneren Überzeugung. Wir sind uns dessen oft gar nicht bewusst. Alle Dinge, die wir sehen, alle Menschen, die sich in einer bestimmten Weise verhalten, werden von uns durch diese innere Perspektive betrachtet und eingeordnet. Perspektiven sind also absolut subjektiv.

Dies gilt auch und vor allem für unser eigenes Leben. Unsere im Unterbewusstsein abgespeicherten inneren Überzeugungen über uns und das Leben bestimmen die Art und Weise, welches Leben wir führen. Du magst vielleicht glauben, dass es die äußeren Umstände sind, die Dein Leben prägen. Das ist eine sehr weit verbreitete Annahme.

Nimm‘ eine Situation in Deinem Leben, die Dir viele Kopfschmerzen bereitet. Hast Du zum Beispiel an der Arbeit einen Vorgesetzten, der Deine Arbeit nicht wertschätzt oder Dich an Deinem beruflichen Wachstum hindert? Der Deine guten Ideen entweder ignoriert oder für sich beansprucht? Was empfindest Du angesichts dieser Situation? Fühlst Du Dich dem Vorgesetzten gegenüber ausgeliefert? Ohnmächtig? Wütend? Kummervoll?

Was würde sich verändern, wenn Du Dir erlauben würdest, diese Situation mit anderen Augen zu betrachten? Wenn Du stattdessen annimmst, dass Du diese Situation – unbewusst – selbst erschaffen hast. Was wäre, wenn Du erkennen würdest, dass z.B. der Konflikt mit Deinem Vorgesetzten dazu dient, Deine bisherige Überzeugung, Autoritäten gegenüber ohnmächtig und ausgeliefert zu sein, auf ihre Wahrheit hin zu überprüfen? Zu begreifen, dass Du eine Überzeugung in Dir trägst, die Dir als Kind geholfen hat, die Strenge des Vaters oder der Mutter auszuhalten, indem Du Dich entsprechend angepasst und keine Widerworte gegeben hast.

Würde Dir diese Erkenntnis helfen, Deine Kindheitsperspektive zu verlassen und an ihrer Stelle eine neue, selbstfürsorgliche Perspektive einzunehmen, die darauf basiert, dass Du jetzt erwachsen bist und damit bewusst entscheidest, wie Du auf das Verhalten Deines Vorgesetzen reagierst? Und Deinen eigenen Standpunkt mutig vertrittst?

Besonders herausfordernde Situationen und Umstände in unserem Leben laden uns stets dazu ein, unsere bisherigen Perspektiven zu hinterfragen. Letztendlich geht es dabei immer um inneres Wachstum. Nicht umsonst bedeutet das Wort Krise auch Chance. Das betrifft in besonderer Weise unsere aktuelle Situation. Inwieweit betrifft sie Dich persönlich? Welche Fragen stellst Du Dir in Verbindung mit Corona und dem Lockdown? Erkennst Du vielleicht, dass Du in der Vergangenheit zu wenig Zeit mit Deiner Familie, Deinen Kindern, Deinem Partner verbracht hast? Was Dir in Deiner Partnerschaft wirklich wichtig ist? Wie wertvoll Dir persönliche, echte Begegnungen sind? Ob Deine bisherige berufliche Tätigkeit noch die richtige ist? Oder ob Du Dich mehr für gesellschaftliche Belange engagieren solltest?

Wenn es uns gelingt, unsere bisherigen Überzeugungen = Perspektiven mutig zu hinterfragen und sie zu erweitern, können sich unsere Lebenssituationen deutlich verbessern. Wir werden dann zu Gestaltern und Gestalterinnen unseres Lebens. Wir erlangen mehr eigenen Spielraum, was uns mehr Leichtigkeit und inneren Frieden beschert. Ist das nicht eine aussichtsreiche Perspektive, für die es sich lohnt, sich auf den Weg zu machen? 

Ich wünsche Dir Zuversicht und Freude beim Erweitern Deiner Perspektiven. Wenn Du magst, schreibe mir, wie es Dir damit ergangen ist. Ich freue mich auf Deine Nachricht.

 

P.S. Wie siehst Du das Bild nach dem Lesen dieses Textes?

[1] Wahrig, R. Fremdwörterlexikon, dtv. 2002

 

© 2021 Heike Hildesheim
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Die aktuelle Zeit ist ideal zum Aufräumen – im Außen wie im Innen

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Wie bereits im Frühjahr zwingt uns der aktuelle Lockdown zu einem veränderten Fokus. Gewohnte äußere Aktivitäten verlagern sich nach innen. Was fängst Du mit dieser Zeit an? Was fängst Du mit DIR an?

Ich habe die letzten Wochen und Monate u.a. dafür genutzt, bei mir aufzuräumen. Ich habe Bücher aussortiert, Kleidung und Schuhe verschenkt, meine persönlichen Unterlagen neu geordnet. Ich habe sogar mein Business neu ausgerichtet. Was mir ein gutes Gefühl beschert hat. Was jedoch in gleicher Weise wertvoll ist, ist das Aufräumen meiner inneren Räume. Ja, du liest richtig: Ich räume seit geraumer Zeit in meinem Inneren auf.

Unser Konzept vom Aufräumen bezieht sich in der Regel auf etwas Äußeres.

Einen Schrank aufräumen, den Keller ausmisten, Arbeitsunterlagen sichten etc. Wir tun es entweder recht regelmäßig oder nutzen beispielsweise einen bevorstehenden Umzug oder eine erzwungene Pause dafür. Manchen Menschen fällt es leicht, andere hingegen schieben es immer wieder vor sich her. Zu welchen Menschen gehörst Du?

Jedes Phänomen hat zwei Seiten. Ohne Ausnahme.

Wie Du weißt, hat alles in unserem Leben und somit auch das Aufräumen einen äußeren UND einen inneren Aspekt. Inneres Aufräumen ist uns in der Regel weit weniger vertraut. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass wir gar nicht wissen, warum es notwendig ist. Und wie ein solches inneres Aufräumen aussehen sollte.

Die Notwendigkeit äußeren Aufräumens erschließt sich uns leicht. Mit der Zeit sammeln sich in unseren Wohnräumen Dinge an, die entweder nicht mehr zu uns passen, die alt, überholt, nicht mehr zeitgemäß, angeschlagen, kaputt und damit reparatur- oder erneuerungsbedürftig sind. Manchmal bedarf es sogar eines neuen Anstrichs. Wenn wir dies nicht tun, finden wir Dinge schlechter, verstopfen Schränke, Keller und unser gutes Lebensgefühl wird beeinträchtigt.

Innere Räume brauchen das Reinigen von Gedanken, Überzeugungen und Haltungen.

Gleiches gilt auch für unsere inneren Räume. In unseren inneren Räumen sammeln sich – beginnend mit unserem Leben – Gedanken, Überzeugungen und Haltungen. Diese bestimmen im Wesentlichen darüber, wie wir durch unser Leben gehen. Ob mit schwerem Ballast, im Kampf- oder Funktionsmodus oder aber leicht, in Verbindung mit sich selbst und anderen. Und wie in den äußeren Räumen ist es klug, regelmäßig zu prüfen, ob das, was wir ihnen vorfinden noch geeignet ist, uns erfüllt und lebendig zu fühlen.

Stell‘ Dir vor, jeder Bereich Deines Lebens repräsentiert einen Raum. So gibt es den Raum Deiner Selbstliebe, den Raum Deiner Partnerschaft, den Raum Deiner Arbeit, den Raum Deiner Fülle, den Raum Deiner Gesundheit usw. Geh‘ durch jeden Raum und lass‘ Dir Zeit, sie auf Dich wirken zu lassen (das kann man im Übrigen auch wunderbar mit äußeren Räumen tun!). Wie fühlst Du Dich? Wieviel Helligkeit, Lebendigkeit und Freude ist in dem jeweiligen Raum?

Untersuche den Raum Deiner Selbstliebe.

Nimm‘ zum Beispiel den Raum Deiner Selbstliebe und schau‘ Dich um: Wie sieht es darin aus? Ist es ein großer, geräumiger Raum oder ist er eher klein und vernachlässigt? Fühlst Du Dich wohl darin? Was würdest Du gern darin belassen, was ändern? Dann frage Dich: Was denke ich über mich? Wie gut bin ich zu mir? Wie sehr achte ich meine Bedürfnisse? Kenne ich sie eigentlich oder liegen sie unter dicken Schichten von Staub begraben? Dann bring‘ sie ans Licht. Jedes einzelne und schau‘, in welcher Weise Du dieses Bedürfnis bereits in Deinem Leben verwirklichst oder auch nicht. Was Du dafür tun kannst, damit es einen Platz in Deinem Leben erhält. Du wirst merken, dass manche Bedürfnisse leichter zurück ins Leben zu bringen sind, andere dagegen schwerer. Schau‘ tiefer und finde die Gründe, weshalb Du Deine Bedürfnisse nicht oder nur anteilig lebst. Verstehst Du, was ich meine?

Welche Überzeugung hast Du von Dir? Und ist sie noch zeitgemäß?

Es ist wichtig, sich seiner eigenen Vorstellungen, Haltungen und Überzeugungen bewusst zu werden. Sich zu fragen: Warum achte ich nicht gut auf mich? Welche Überzeugung habe ich von mir? Und woher kommt sie? Ist das meine Überzeugung? Oder habe ich sie von jemandem – meinen Eltern, meinem Partner, meinen Freunden – übernommen? Ist sie noch zeitgemäß? Tut sie mir gut? Was brauche ich stattdessen? Und was mache ich, damit der Raum meiner Selbstliebe wieder zu leuchten beginnt?

Das Reinigen gilt für alle Räume. Und es ist nicht mit einem Mal getan. So wie in den äußeren Räumen braucht es ein regelmäßiges Aufräumen. Innere Räume brauchen dann eine besonders intensive Pflege, wenn sie lange Jahre unbetreten geblieben sind.

Aufräumen ist ein lebenslanger Prozess. Der Lohn ist ein Leben, in dem Du immer mehr zu Hause bist.

In meiner Erfahrung ist der Prozess des Aufräumens, egal ob es sich dabei um äußere oder innere Räume handelt, nicht immer leicht. Manchmal ist es mühsam. Manchmal – insbesondere bei den inneren Räumen – schmerzhaft. Manchmal werden wir traurig darüber, was wir im Leben versäumt haben oder weil wir jemanden aus unserem Leben verabschieden müssen. Wenn wir es jedoch geschafft haben, zieht in uns Klarheit, Aufgeräumtheit und ein Gefühl von Leichtigkeit ein. Und das Erstaunlichste: Das Reinigen der inneren Räume zieht stets eine positive Änderung im Außen nach. Du wirst mehr Lebendigkeit und mehr Freude in Deinem Leben spüren.

Wenn Du nicht weißt, wie Du damit starten sollst, suche Dir Hilfe. Wenn Du magst, stehe ich Dir sehr gern dafür zur Seite.

Ich freue mich auf Dich!

© 2021 Heike Hildesheim
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Äußere und innere Hygiene – und weshalb es so wichtig ist, beide Seiten der Medaille zu betrachten

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Heute möchte ich aus aktuellem Anlass über Hygiene schreiben. Hygieneregelungen zu Covid 19 sind ja gerade in aller Munde und ihre Einhaltung wird vom Gesetzgeber streng überwacht. Eine gute Gelegenheit, so finde ich, sich dem Thema der Hygiene etwas näher zu widmen.

Der Begriff Hygiene stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „heilsam, der Gesundheit zuträglich“[1]. In unserem Alltag verwenden wir dieses Wort vor allem im Kontext der äußeren Hygiene, d.h. als Teil des körperlichen Schutzes gegen Krankheiten.

Jedes Phänomen hat zwei Seiten. Das ist das Gesetz des Ausgleichs und der Polarität.

Wie jedes Phänomen hat auch Hygiene neben der äußeren eine zweite Seite, nämlich die innere Fürsorge. Erst wenn wir uns beiden Aspekten von Hygiene widmen, können wir von echter Gesundheit und wirksamer Heilung sprechen.

Innere Hygiene zu betreiben bedeutet, unsere Gedanken, Gefühle und unsere Handlungen darauf auszurichten, dass sie unsere Gesundheit unterstützen. Aus diesem Grund ist es wichtig, unsere Gedanken und Gefühle zu hinterfragen: Gehen wir durch das Leben im Vertrauen darauf, dass das Leben es gut mit uns meint, dass es Menschen gibt, die uns unterstützen und dass wir über die entsprechenden Qualitäten und Fähigkeiten verfügen, die Herausforderungen unseres Lebens zu meistern? Oder sind unsere Gedanken eher ängstlicher Natur, wittern wir überall Gefahren, sind misstrauisch oder fühlen uns ohnmächtig? Erstere helfen uns, gesund zu bleiben, während letztere uns Kraft und Energie rauben. Erkennst Du den Unterschied?

Unsere Gedanken und Gefühle bestimmen unsere Lebensqualität.

Es sind unsere Gedanken – oft durch frühere Erlebnisse geprägt und in unserem Unterbewusstsein als Glaubenssätze und Überzeugungen abgespeichert -, die maßgeblich darüber entscheiden, ob wir uns im Leben trotz Herausforderungen und Krisen stark fühlen oder glauben, den Umständen ausgeliefert zu sein. Sie tragen in hohem Maße dazu bei, ob wir gut auf uns achten oder ständig unsere physischen, emotionalen und mentalen Grenzen überschreiten.

Wie oft hast Du bisher über Deine Gedanken, Gefühle und Einstellungen nachgedacht und sie in Verbindung mit Deiner Gesundheit gebracht?

Ich gebe zu, dass ich mir früher der Macht meiner Gedanken nicht im Geringsten bewusst war. Erst im Laufe der Zeit erkannte ich die Zusammenhänge zwischen meinen Gedanken und Gefühlen auf der einen Seite und den Ereignissen im Leben auf der anderen. So war ich beispielsweise lange der Auffassung, immer etwas ganz Besonderes leisten zu müssen, um anerkannt zu sein. Infolgedessen ging ich oft über meine Grenzen. Mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen. Erst als ich verstand, was die Ursache für meine angeschlagene Gesundheit war, begann ich, mich meinen Glaubenssätzen zuzuwenden und sie zu bearbeiten. Und sie durch gesündere zu ersetzen. Ich habe seitdem viel an Lebensqualität gewonnen.

Jetzt ist die Zeit, Dir Deiner Gedanken und Gefühle bewusst zu werden.

Die folgenden Fragen können Dich dabei unterstützen.

Welche Gedanken und Gefühle bestimmen Dein Leben? Was ist Deine Grundhaltung im Leben? Was bestimmt Deine Gedanken und Gefühle angesichts dieser Zeit? Bist Du voller Angst, innerer Unsicherheit über das, was noch kommen mag? Oder kannst Du trotz steigender Infektionszahlen innerlich ruhig und bei Dir bleiben? Was tust Du, um nicht im Strom der Angst oder Panik mit zu schwimmen und wieder bei Dir anzukommen? Wie häufig hörst Du Nachrichten im Radio oder im Fernsehen? Wie sprichst Du mit anderen Menschen darüber? Mit welchen Menschen umgibst Du Dich? Wie geht es Deinem Körper? Und wie gut kümmerst Du Dich um ihn?

Das Prinzip Hoffnung …

In dieser Zeit ist es nicht immer leicht, zuversichtlich zu bleiben. Ich habe oft darüber nachgedacht, wie Menschen – auch unsere Vorfahren – angesichts von Kriegen oder Naturkatastrophen ihre geistige, seelische und körperliche Gesundheit erhalten konnten. Woher sie die Kraft nahmen zu überleben. Ich denke, dass es vor allem die Hoffnung war, die sie getragen hat.

… und was wir selbst tun können

Hoffnung und Vertrauen sind auch jetzt zwei wirkungsvolle Prinzipien. Zudem können wir auch selbst gut für uns sorgen. Wir können in der Natur  sein. Ihr lauschen und sie beobachten. Still werden, unsere Gedanken und Gefühle wahrnehmen und neu ausrichten. Uns mit Menschen verbinden, die so wie wir im Vertrauen sind oder die uns Zuversicht schenken, wenn wir selbst gerade am Zweifeln sind. Uns gut ernähren, bewegen, ein Bad nehmen, einen schönen Wein trinken, der Seele Gutes tun.

Was fällt Dir dazu ein?

Ich wünsche Dir von Herzen ein gutes Bei-Dir-Sein und Vertrauen in alles Kommende.

 

[1] Wahrig, R. Fremdwörterlexikon, dtv. 2002.

 

© 2021 Heike Hildesheim
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Warum mein Soul Power Blog symbolisch ist für unser Vertrauen – insbesondere in einer Krisenzeit

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Heute starte ich meinen Soul Power Blog. Etwas Neues, das in den letzten Monaten in meinem Inneren gewachsen und gereift ist, nimmt nun Fahrt auf – und damit meine ich nicht nur meinen Blog. 

In dieser sehr besonderen Zeit habe ich mich entschieden, mein eigenes Business zu gründen. Noch dazu ein spirituelles. Das ist ziemlich verrückt, oder? Zugegeben: Die feste Absicht, mich selbständig zu machen, hatte ich bereits Ende 2019, als ich mein Angestelltendasein beendete. Allerdings ging ich damals davon aus, dass ich zunächst vor allem für Unternehmen tätig werden würde. 

Ich hatte über 20 Jahre in Wirtschaftsunternehmen gearbeitet. Ich verfüge über umfassendes Fach- und Praxiswissen sowie ein gutes Netzwerk und wollte dies als Fundament nutzen, um einen glatten Übergang zu schaffen: Attraktive Angebote zu Berufspädagogik, Führungskräftetraining und Bildungsmanagement an Unternehmen und Bildungseinrichtungen der Wirtschaft richten. 

Und dann kam Corona. Von Krisen wissen wir – und ich habe es mehrfach selbst erfahren –, dass sie Chancen für uns bereithalten, wenn wir diese erkennen wollen. Die Corona-Krise schenkte mir gleich mehrere Chancen und Herausforderungen. Erstens gab sie mir ungewollt die Zeit, mich noch einmal gründlich mit meinem Angebot und meinen Wunschkunden auseinanderzusetzen. Zweitens forderte sie mich auf, darauf zu vertrauen, trotz weniger Einnahmen meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Und schließlich schenkte sie mir die Möglichkeit, mein technisches Wissen zu erweitern und Online-Angebote zu entwickeln. Alle genannten Herausforderungen führten mich zu Veränderungen und Wachstum. Das möchte ich näher erläutern. 

Die Corona-Krise zwang mich zu hinterfragen: Entspricht das, was ich als Übergang plante, vielleicht nur den rationalen, vom Wunsch nach Sicherheit getragenen Vorstellungen einer 54-Jährigen? Was ist es, dass mein Herz wirklich zum Klingen bringt? Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Ich hatte die Wahl: Einen Weg zu gehen, zu dem mir die allermeisten Menschen raten würden oder den Sprung ins kalte Wasser zu wagen, um endlich meine Herzensthemen zu leben. 

In dieser Zeit absolvierte ich zwei Aus- bzw. Fortbildungen. Meine Ausbildung zum spirituellen Lebenscoach bei Sigrun und Armin Ender und die damit einhergehende Bearbeitung eigener Glaubenssätze gaben mir das Vertrauen zurück, dass wir im Leben geführt werden. Darüber hinaus erkannte ich, dass es unsere Lebensaufgabe ist, unsere Bestimmung zu leben. Dafür sind wir mit den entsprechenden Stärken, Talenten und Gaben ausgestattet. 

Ich verstand, dass es meine Berufung ist, Menschen darin zu unterstützen, in ihre eigene Stärke (zurück) zu kommen und ihre ureigensten Wünsche zu verwirklichen. Dies entspricht im Wesentlichen meiner eigenen Biografie. Und so richtete ich mein neues Angebot aus. 

Meine Weiterbildung bei Susanne Pillokat und Nicole Frenken (Erfolgreich im Herzbusiness) führte mich zu der Einsicht, dass es die eigenen Gedanken sind, die unsere Realität erschaffen. Mit anderen Worten: Ich kann mir den Himmel auf Erden erschaffen oder das genaue Gegenteil. Und das geschieht unabhängig von äußeren Umständen. Unzählige Menschen haben bewiesen, dass der Glaube an die eigene Kraft Berge versetzen kann. 

Meine finanzielle Situation blieb über die gesamte Zeit stabil, und als der Finanzfluss einmal drohte zu versiegen, erhielt ich unerwartet die Möglichkeit, einen Gründerinnenkredit des Berliner Vereins goldrausch e.V. in Anspruch zu nehmen, der für die Corona-Zeit sogar noch einmal aufgestockt wurde. Das war eine sehr eindrückliche Erfahrung für mich, und ich lernte, dass es immer – manchmal ungeahnte – Wege und Möglichkeiten gibt, wenn wir fest daran glauben. 

Die dritte Herausforderung habe ich mit externer Unterstützung gemeistert. Mein Angebot ist inzwischen komplett online. Auch hier war es wichtig, Vertrauen in die Fähigkeit zu haben – ungeachtet des eigenen Lebensalters –, immer wieder Neues erlernen zu können. 

Ich starte mein Business und heute auch meinen Soul Power Blog in dem Wunsch, Menschen wie Dir zu sagen, dass JETZT die richtige Zeit ist, sich seinen eigenen Wünschen zuzuwenden im Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in ein Geführtsein im Leben. Es gibt keine bessere Zeit. 

Ich freue mich auf alles Kommende und vor allem auf Dich. Vielleicht sehen wir uns ja bald.

© 2021 Heike Hildesheim
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